Merianschule-Wiesloch

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Naturprojekte

MINT-Auszeichnung für die Maria-Sibylla-Merian-Grundschule in Wiesloch

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93 Schulen aus ganz Baden-Württemberg wurden am 17.10.17 im Rahmen eines Kongresses im Zentrum für Kunst und Medien in Karlsruhe als „MINT-freundliche Schule“ ausgezeichnet.

Die Ehrung stand unter der Schirmherrschaft der Kultusministerkonferenz (KMK).

Die Schulen werden auf Basis eines anspruchsvollen, standardisierten Kriterienkatalogs bewertet und durchlaufen einen bundesweit einheitlichen Bewerbungsprozess.

Die Bewerbung der Maria-Sibylla-Merian-Grundschule Wiesloch war schon beim ersten Antrag erfolgreich, und so konnten Frau Schremser-Magens und Frau Wieland die Urkunde in Empfang nehmen.

Die Auszeichnung wird an Schulen vergeben, die sich in besonderem Maße für die Förderung der MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) engagieren.

Für die Merianschule war ausschlaggebend die Verankerung der naturwissenschaftlichen Bildung im Schulprofil und die langjährigen Projekte z.B.

Mathematik: regelmäßige Teilnahme am internationalen Wettbewerb „Känguru der Mathematik“ seit 2007!

Informatik: Arbeit mit Tablets, Medien-AG

Naturwissenschaften: Elementeprojekttage seit 2007

Technik: Themen im Atelierunterricht (seit 2008)

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Zu sehen sind:

Stefan Küpper, Arbeitgeber Baden-Württemberg; Dr. Karlheinz Fischer, VDI/VDE Rhein Neckar Kurpfalz; Traudel Schremser-Magens, Gabriele Wieland, beide von der Merianschule, Gerda Windey, Kultusministerium Baden-Württemberg; Dr. Ditmar Flothmann, VDI/VDE Rhein Neckar Kurpfalz und Thomas Sattelberger, MINT Zukunft schaffen.

 

Unser Wildbienenprojekt

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bienen_1In Zusammenarbeit mit Simone Janas (Naturschutzbund Wiesloch) wurde ein Wildbienenhotel am Mittelbau unsere Schule errichtet. Unsere Kernzeitkinder übernahmen die Patenschaft und sorgen mit einem Kräuterbeet, dass der Blütennektar schon vor der Haustür zu finden ist. Neben Pflegemaßnahmen gilt es immer wieder auch die Wildbienen zu beobachten. Die Wildbienen sind ökologisch wichtig, ja wir verdanken manche leckere Kirsche oder manchen Apfel ihrer Bestäubungsarbeit. Vielleicht profitiert auch unser Schulwingert davon? Das Wildbienenhotel wurde mit einem Bienentanz der Schulkinder anlässlich unseres 10jährigen Schulfestes von Oberbürgermeister Franz Schaidhammer und dem ehemaligen Bundestagsabgeordneten Gert Weiskirchen eingeweiht.

 

Unser Schulwingert

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In bester Lage, d.h. im Bergwäldle durften unser Schüler 60 Rebstöcke der Sorte „Solaris“ im Jahr 2011 anpflanzen. Simone Janas vom Naturschutzbund Wiesloch und Jürgen Bender, Chef des Winzerkellers Wiesloch, regten an im Rahmen des Faches „Mensch, Natur und Kultur“ einen Weinberg anzulegen. Die Kinder der 3b mit Lehrerin Gabriele Wieland konnten es kaum erwarten. Im Frühjahr war es nach sachkundiger Einführung durch Herrn Bender und Sichtung des Geländes endlich soweit. Mit ganzer Kraft und viel Schweiß wurden Löcher gegraben und die Setzlinge gepflanzt und gewässert.

 

 

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Einige Kinder zeichneten Ihre Rebe mit einem Bändchen, um sie wieder zu erkennen. Erstaunlich war, wie feucht in diesem Gebiet der Lehmboden trotz der Trockenheit im Frühjahr und Frühsommer war. So konnten die Weinstöcke alle Fuß fassen. Das Wachstum verfolgten die Kinder mit Metermaß, sodass manche Mathematikaufgabe entstand.

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Wenn im Jahr 2012 unsere Viertklässler die Schule verlassen, werden die Reben schon ganz groß gewachsen sein. Ernten und die Trauben versaften wird dann der nächste Schülerjahrgang. Sicher werden aber die Kinder die hier gepflanzt haben, ab und zu an diesen Ort zurückkehren, ihren Rebstock aufsuchen und eines Tages hoffentlich in der Winzerrast des Winzerkellers oder im Rahmen eines Schultreffens ihren frischen Traubensaft genießen.

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Unsere Wasserprojekttage

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In Zusammenarbeit mit dem Naturschutzbund Wiesloch veranstalten wir jedes Jahr im Frühsommer unser Wasserprojekt, an dem alle Schüler und Lehrer teilnehmen. Das Projekt ist als Spiralcurriculum aufgebaut, d.h. in jedem Schuljahr erleben und lernen die Kinder andere Inhalte um das Thema Wasser. Dabei wird experimentiert, geforscht und es finden Lerngänge statt. Ziel ist es, den Kindern bewusst zu machen, dass neben der Luft Wasser unser wichtigstes Lebenselement ist, das wir schonen und schützen müssen. Der Bericht aus dem Jahr 2011 (s. unten) und die inhaltliche Aufgliederung können Ihnen vermitteln, was in diesen drei Projekttagen geschieht. Die Kinder sind jedenfalls mit Begeisterung dabei.

Wir sind nicht nur den fleißigen Mitarbeitern des Naturschutzbundes, sondern auch den helfenden Eltern dankbar. Nur durch diese breite Mithilfe, können wir ein solch tolles Projekt verwirklichen.

Von unseren Projekttagen 2011

Ideales Forscherwetter hatten die Wieslocher Merianschüler bei ihrem jährlichen Wasserprojekt in Zusammenarbeit mit dem Naturschutzbund Wiesloch (NABU Wiesloch). Knietief oder noch tiefer im Wasser begeisterten sich die jungen Forscher über Flohkrebse, Köcherfliegen und Egel, die man unter Steinen im Leimbach mitten in der Stadt oder im Bottloch bei Frauenweiler hervor angelte. Christiane Köhler konnte lebensnah vermitteln, dass das Vorhandensein dieser Tiere etwas über die Wasserqualität des Fließgewässers aussagt.

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Wasser_Leimbach_1Selbst die Fließgeschwindigkeit des Leimbachs wurde mit selbst gebastelten Booten gemessen. Unter der Anleitung von Dipl.-Biologe Andreas Becker (Hydra-Institut) staunten die jungen Forscher über die kleinen Krebse, Fische und Insektenlarven, die man eine Weile beobachtete, bevor sie wieder ins Bottloch, einem stehenden Gewässer, zurückgesetzt wurden. Dabei hatten sich die Viertklässler auch mit der Trinkwassergewinnung in Wiesloch auseinanderzusetzen. Unter sachkundiger Führung des Stadtwerkeleiters Bernhard Laier erfuhren die Schüler, dass unser Trinkwasser 50 Jahre unterwegs ist, bis es aus dem Schwarzwald-Murg-Kreis in den hiesigen Tiefbrunnen 80m bis 100m tief landet.

Bei den dritten Klassen stand der Schutz des Wassers im Vordergrund. Wie schwer es ist verschmutztes Wasser wieder zu säubern, erfuhren die Kinder in verschiedenen Experimenten. Dem selbst gemachten Schmutzwasser wurden Blätter und Stöckchen, bis hin zu Salzwasser oder schwarzem Kaffee zugegeben. Ziel war es, wieder reines Wasser zu erhalten. Zwar gab es Tipps von Simone Janas, doch stellte so manch´ ein Schüler erschöpft fest: "Es ist ganz schön anstrengend, schmutziges Wasser wieder zu reinigen". Mit diesen Erkenntnissen und Erfahrungen hatten die Schüler eine Menge Fragen im Gepäck für die Leiter der Exkursion in die Kläranlagen Wiesloch und St.Ilgen, Jürgen Klefenz und Werner Beilharz. Entspannend und doch lehrreich war dann der Besuch im Schwimmbad oder besser in dessen Innereien unter Führung des Betriebsleiters Fabian Carstens. Hier ging es auch um die Reinhaltung des Wassers und entsprechende Hygiene, bevor man ein sportliches Bad nehmen durfte.

klaeranlage_1„Aha-Erlebnisse“ hatten auch die Zweitklässler, die mit Armin Jendryzeck vom NABU Krötenlaich und Kaulquappen in den Teichbecken am Gerbersruhpark suchten. Schon die erste leibhaftige Wechselkröte löste bei den Fernsehverwöhnten Kindern Begeisterung aus. Zum Thema „Wasser und Umwelt“ waren die Wasserdetektive auf der Suche nach dem „Wasserklau“ unterwegs und maßen sekundengenau den Wasserverbrauch. Werden Sie in Zukunft einen scharfen Blick auf tropfende Wasserhähne haben? Im Englischunterricht befanden sich die Kinder dann singend im Unterseeboot der Beatles unter Wasser.

Dagegen untersuchten die ersten Klassen in der gewohnten Schulumgebung unter der Anleitung von Frau Sandra Dettmann das „Phänomen Wasser“ genauer. Die Kinder konnten z.B. die Löslichkeit von Salz und Zucker sehen. In Schwimm- und Sinkverssuchen wurden die Erkenntnisse gewonnen, die dann beim Bau von phantasievollen und originellen Schiffen umgesetzt wurden. Die Beschäftigung mit Wasser und Farben gehörten für die Kinder ebenso zu den Projekttagen wie Exkursionen und Experimente, die dokumentiert und festgehalten werden.

Bei den Projekttagen wurde wieder das Bewusstsein der Kinder für Natur und Umwelt geschärft. Keine Routine sondern neugieriges Beobachten, Experimentieren, Erforschen und Dokumentieren stehen im Mittelpunkt des Spiralcurriculums, in dem jeder Schülerjahrgang andere Aufgaben bewältigen muss. Dank dem Einsatz der genannten NABU Mitarbeiter und dem Kollegium erlebten die Kinder der Maria-Sibylla-Merian-Schule wieder lehrreiche und motivierende Tage, die viel zu schnell vergingen. Kinder, Kollegium und Schulleitung sagten deshalb den Mitarbeitern des Naturschutzbundes und dem Landesnaturschutzverband, der das Projekt gefördert hat, Dank bis zum nächsten Jahr, - nein - bis zum nächsten Projekt, das ja schon in Zusammenarbeit mit dem Winzerkeller läuft.

Station Name der Station Verantwortlich Klasse Thema / Dokumentation
1 Boote bauen Klassenlehrer 1 Thema Schwimmen-Sinken untergehen - kreativ
2 Wasser-Farben + Musik Klassenlehrer 1 Techniken mit Wasser (Marmorieren) Wasserfarben)
3 Wasserphänomene NABU 1 Experimente (Löslichkeit, Mischen, …)
4 Water - Wortspiele Klassenlehrer 2 Englisch: Lieder, Reime, Bewegungsspiele (musisch-künstlerisch)
5 Wasserdetektive Klassenlehrer 2 Dem Wasserklau auf der Spur; Wasserverbrauch, Befragung
6 Froschforscher unterwegs NABU 2 Amphibien, Wechselkröten im Gerbersruhpark, Schutz
7 Kläranlage Klassenlehrer 3 Besuch Kläranlage, Stadtwerke
8 Besuch des Schwimmbades Klassenlehrer 3 Technik
9 Sauberes Wasser NABU 3 Kläranlage, 2. Tag
10 Bottloch NABU 4 Lebewesen im Stillgewässer
11 Exkursion Stadtwerke Klassenlehrer 4 Trinkwassergewinnung
12 Bachforscher unterwegs NABU 4 Bachlebewesen, Gerinne, Rindenboot